Forschung & Lehre

Mit dem Forschungsvorhaben wird das Schaffen für Klavier und Orchester aus dem Umfeld von Franz Liszt eruiert. Modellbildend fungieren hierfür die Klavierkonzerte Franz Liszts in Es-Dur und A-Dur. Wesentliche Merkmale, die sich bei Liszt aufzeigen lassen und die von mehreren Generationen an Kompositions-Schülerinnen und -Schülern adaptiert wurden, sind: ein formal freierer Umgang mit der Anordnung der Sätze; eine satzübergreifende Ausarbeitung des gleichen motivischen Materials; die Konzipierung von Überleitungen, um Sätze ineinander übergehen zu lassen; eine daraus resultierende dramaturgische Einsätzigkeit; der Einsatz eines Scherzos sowie ein sinfonischer Umgang mit dem Solopart. Die Klavierorchester-Kompositionen der Neudeutschen Schule stellen innerhalb der Gattung des Solokonzertes ein Pendant zur Sinfonischen Dichtung dar. Die zu betrachtenden Werke Liszts entstanden ab den 1830er Jahren (nachträgliche Überarbeitungen fanden zu Beginn und im späteren Verlauf seiner Weimarer Periode statt, ab 1848) und die seiner Anhänger während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Lehre





